Ensemble Orlando Fribourg

Bei seiner Gründung im Jahre 1994 durch Laurent Gendre widmete sich das Ensemble Orlando Fribourg zunächst der Vokalmusik der Renaissance. In der Folge erweiterte es seinen musikalischen Horizont hin zum italienischen, deutschen und englischen Barock und befasste sich mit Komponisten wie Monteverdi, Scarlatti, Schütz, Buxtehude, Purcell und Händel oder Jean Gilles. Das Ensemble hat auch mit seinen sehr lebendigen Interpretationen der Musik J. S. Bachs auf sich aufmerksam gemacht. Sie beruhen auf eingehenden musikwissenschaftlichen Untersuchungen und streben eine möglichst große Authentizität an. Schon bald nach seiner Gründung gab das Ensemble Orlando Fribourg sein internationales Debüt. Nach einer Russland-Tournee gewann es 1997 den ersten Preis in der Kategorie „Vokalensembles“ am internationalen Chorwettbewerb von Arezzo. Seither gibt das Ensemble regelmässig zahlreiche Konzerte in der Schweiz und wird zu Auftritten an verschiedenen europäischen Festivals eingeladen. Im 2012 werden folgende Konzerte organisiert: Oster-Oratorium und Magnificat von J.S. Bach, Werke von Palestrina bis Arvo Pärt und zum Abschluss des Jahres Weihnachtslieder im Rahmen der «Noëlies» im Elsass und in Bulle. Das Ensemble beginnt das Jahr 2013 mit der Johannes-Passion von J.S. Bach im Rahmen der «Concerts de l’Abbatiale de Payerne», gefolgt im Mai mit Dido und Aeneas von Henry Purcell im Saal Equilibre von Fribourg. Das Publikum ist begeistert. Im September wirkte das Barockensemble „Les Cornets noirs“ mit; es war den Psalmen Davids von Heinrich Schütz gewidmet. Dieses Programm wurde in der Kirche von Plaffeien aufgenommen und eine CD wird im Frühling 2014 unter dem Label Cantus erscheinen. Orlando hat bis jetzt 5 CD aufgenommen: für Cascavelle, die Klagelieder des Propheten Jeremias von Orlando di Lasso, Werke des Schweizer Komponisten Ludwig Senfl und Werke von Monteverdi und Grandi; für Claves, Werke von Philippus de Monte und die Missae breves BWV 234 und 235 von J.S. Bach.

 

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LAURENT GENDRE

Nach seinem Klavierstudium in Fribourg und der Ausbildung zum Orchesterdirigenten in Basel erhielt Laurent Gendre vom Schweizerischen Tonkünstlerverein den Studienpreis für Dirigenten und rundete dann seine Ausbildung in Deutschland und Österreich ab. Als Gastdirigent hat er unter anderem das Berner Symphonieorchester, das Orchestre de la Suisse Romande, das Orchester der Bretagne, das Lettische Nationalorchester, die Camerata Zürich, das Orchestre de Chambre de Lausanne und das Orchestre de Chambre de Genève sowie die Barockensembles La Cetra und Capriccio Basel dirigiert. Seit 1999 ist er musikalischer Leiter des Symphonieorchesters Thun, mit dem er jedes Jahr zehn Abonnementskonzerte spielt. 2009 nimmt er die musikalische Leitung  des Freiburger Kammerorchesters. Er hat in der Schweiz (Opéra de Fribourg) wie auch in Frankreich (Rennes, Reims, Dijon und Besançon) zahlreiche Opern-aufführungen dirigiert: Don Giovanni, Figaros Hochzeit, Carmen, Die Fledermaus, La Périchole (Offenbach), L’Étoile (Chabrier), Die lustigen Weiber von Windsor, A Midsummer Night’s Dream (Britten), Don Pasquale, La Bohème, Il Tabarro, Suor Angelica, Gianni Schicchi, Les Aventures du Roi Pausole (Honegger), La Pietra del Paragone (Rossini), Il Mondo della Luna (Haydn), Le Pauvre Matelot (Milhaud), The Medium (Menotti), Fortunio (Messager), Barbe-Bleue (Offenbach), Eugen Onegin (Tchaikovsky), Madame Butterfly  (Puccini), Le Voyage dans la Lune (Jacques Offenbach). Im Jahre 2009 leitete er am Festival Europa Cantat in Utrecht eine Aufführung von Honeggers Le Roi David. 2015 wird Laurent Gendre L’Enlèvement au Sérail de W.A. Mozart dirigieren. 1994 gründete Laurent Gendre das Ensemble Orlando Fribourg, mit dem er Vokalwerke der Renaissance und des Barock aufführt, vor allem auch an zahlreichen Festivals im Ausland sowie in der Schweiz. Unter der Leitung von Laurent Gendre haben der Oratorienchor Bern und das Berner Symphonieorchester zahlreiche geistliche Chorwerke aufgeführt, darunter Debussys Le Martyre de St-Sébastien, Mendelssohns Elias, Elgars The Dream of Gerontius, die Glagolithische Messe von Janáček, das Requiem von Dvořák und Mozart, Ein Deutsches Requiem von Brahms, die Messe in f-Moll von Bruckner und die Schumanns Faust-Szenen. 2014 steht das Stabat Mater von Dvorak auf dem Programm.

 

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